Prof. Dr. Bernd Redmann

Vita

Bernd Redmann wurde 1965 in Bamberg geboren. Er lernte früh Klavier, Posaune und Tenorhorn zu spielen und brachte bereits als Schüler zahlreiche Kompositionen zur Aufführung. Nach dem Abitur am musischen Gymnasium Niederaltaich studierte er seit 1985 an der Münchener Musikhochschule Schulmusik, Komposition (Prof. Dieter Acker) und Musiktheorie. Zugleich studierte er Musikwissenschaft an der LMU und begann 1992 ein Promotionsstudium an der Universität Salzburg. 1996 erhielt er in München das Meisterklassendiplom Komposition. 1997 promovierte er mit einer Dissertation zu Heinrich Schenker und zur Methodologie der Musikanalyse zum Dr. phil. (Prof. Dr. Gernot Gruber). Seit 1994 war er Lehrbeauftragter an der Musikhochschule München (Musiktheorie, Gesangsbegleitung). Mit einem Stipendium des Bayr. Kultusministeriums absolvierte er 1997 einen Studienaufenthalt an der „Cité des Arts" in Paris. 1998/99 übernahm er weitere Lehraufträge an der Universität Salzburg und an der Musikhochschule Köln. Von 1999 bis 2005 war er Professor für Tonsatz und Improvisation an der Kölner Hochschule. 2004/5 war er Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Musiktheorie". 2005 übernahm er an der Hochschule für Musik und Theater München eine Professur für Musiktheorie und Gehörbildung. Seit 2009 war er als Vorsitzender der BA/MA-Studienkommission verantwortlich für die Studienreform. Seit 2011 vertrat er als Vizepräsident die Bereiche Studium und Lehre und ist seit Oktober 2014 Präsident der Hochschule für Musik und Theater München.

Bernd Redmanns vielfältiges kompositorisches Oeuvre reicht von Solostücken über Kammermusik und Werke für große Ensembles bis zu Solokonzerten und Orchesterwerken. "O" und "L´usine imaginaire" sind Raumkompositionen für große Ensembles, die instrumentale und vokale Klangfarben verbinden. Sein Musiktheater "Die Gehetzten" über ein eigenes Libretto wurde 2010 am Theater Bremen uraufgeführt. Zahlreiche Stücke liegen in CD- oder Rundfunkaufnahmen vor. Seine Werke wurden mehrfach ausgezeichnet, z.B. 2004 beim Int. Wettbewerb der "Gläsernen Manufaktur" von VW in Dresden für "L´usine imaginaire".

Publikationen

  • "Musik zu Weihe und Tod des Abtes" in: Das Benediktinerstift St. Peter in Salzburg zur Zeit Mozarts, Salzburg 1991.
  • "Zum (Schein-)Antipodentum von Hugo Riemann und Heinricht Schenker" in: Zur Geschichte der musikalischen Analyse, Bericht zur Tagung München 1993, herausgegeben von Gernot Gruber, Laaber-Verlag 1996.
  • "Entwurf einer allgemeinen Theorie und Methodologie der Musikanalyse", Schriftenreihe des Instituts für Musikalische Hermeneutik am Mozarteum Salzburg, Bd.9, 310 Seiten, Laaber-Verlag 2002.
  • "Systematische Einführung in die Klavierimprovisation über Satzgerüste", 2. Kongress der GMTH, München 2002, Kongressbericht.
  • "Schweifender Geist oder systematische Auslotung: Analytische Perspektiven zum 2.Satz von Schuberts Streichquartett G-Dur, D887, 3.Kongress der GMTH, Basel 2003, Peter Lang-Verlag, Bern 2009.
  • "Zum Problem des Motivischen bei Schenker", Schenker-Symposion, Mannheim 2004, Kongressbericht in Vorbereitung, Olms-Verlag
  • "Schule Musikalischer Sinnlichkeit - Ideen zum Instrumentationsunterricht" in: Musiktheorie 4/2003.
  • "7 Annäherungen: Zum Präludium in Beethovens Missa solemnis", in: Musiktheorie 4/2004.
  • "Schulpraktisches Klavierspiel", Artikel in: Lexikon der Musikpädagogik, hrsg. von S.Helms/R.Schneider/R.Weber, Bosse-Verlag 2005
  • Artikel "Instrumentation", "Orchester" und "Pauke" in: Beethoven-Lexikon, Laaber-Verlag 2008
  • Artikel "Instrumentation" und "Musiktheorie" in: Metzlers Kulturlexikon, Metzler-Verlag 2006 / 2008
  • "Dieter Acker als Kompositionslehrer" in: Jahresbericht der Hochschule für Musik und Theater München 2005/2006
  • "Dieter Ackers Orchesterwerke und Instrumentalkonzerte", in: ´Dieter Acker, Bd.48 der Monographienreihe Komponisten in Bayern, Tutzing 2007
  • "Funktionstheorie" in: Systeme der Musiktheorie, herausgegeben von Clemens Kühn, Dresden 2006
  • "Zwei Rhapsodien für Klavier op.79" in: Johannes Brahms - Interpretationen seiner Werke, S.567-573, Bd.2; herausgegeben von Cl. Bockmaier und S. Mauser, Laaber-Verlag 2013
  • "Klarinettenquintett op.115" in: Johannes Brahms - Interpretationen seiner Werke, S.839-851, Bd.2; herausgegeben von Cl. Bockmaier und S. Mauser, Laaber-Verlag 2013

Feeds